Was Lamine Yamals 304-Kette bedeutet

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Zu seinem ersten WM-Start stieg Lamine Yamal mit einer maßgefertigten Kette um den Hals aus dem Mannschaftsbus. Der Anhänger zeigt seinen Torjubel, und der erzählt von seiner Herkunft.

Vor seinem ersten Startelfeinsatz bei einer Weltmeisterschaft fiel Lamine Yamal schon auf, als er aus dem Bus stieg. Der Offensivspieler trug vor dem Spiel gegen Saudi-Arabien in Atlanta den Spanien-Tracksuit aus der EQT-Linie von adidas, in der rechten Hand zwei Handys, und um den Hals eine maßgefertigte Kette.

Ihr Anhänger zeigte eine Geste, die mit Yamal längst verbunden ist. Nach seinen Toren formt er mit beiden Händen die Zahl 304. Genau diese Geste bildete, mit Diamanten besetzt, das Zentrum der Kette. Was auf dem Platz als Jubel begann, trägt er nun auch daneben bei sich.

Was die 304 von Lamine Yamal bedeutet

Die 304 steht für die letzten drei Ziffern der Postleitzahl 08304. Sie gehört zu Rocafonda, einem Viertel in Mataró, rund eine halbe Stunde nördlich von Barcelona, in dem Yamal aufgewachsen ist. Es ist eine einfache, multikulturelle Gegend, weit entfernt von den Vierteln, in denen man Weltstars vermuten würde. Als Kind legte Yamal von hier aus mit seinem Vater regelmäßig die lange Strecke zur Nachwuchsakademie La Masia zurück.

Den Torjubel mit den Fingern zeigt er für Rocafonda, für die Menschen, mit denen er groß geworden ist. Die Zahl steht auf seinen Schuhen, sie erscheint in den sozialen Netzwerken seiner Familie, und inzwischen hat er sie sich als Marke schützen lassen. Aus einer Postleitzahl ist sein persönliches Symbol geworden, das die Kette nun aufnimmt.

Der Look zum ersten WM-Start

Auch der Spanien-Tracksuit passte ins Bild. Das Modell aus der EQT-Linie greift die Sportmode der Neunzigerjahre auf, einen Look, den man im Fußball gerade überall sieht.

Auf seiner Brust funkelten Diamanten, die zugleich an ein Viertel erinnern, das sonst kaum Beachtung findet. Teurer Schmuck und einfache Herkunft, dicht beieinander: Das passt gut zu Yamal.

Warum Lamine Yamal längst eine Stilfigur ist

Man muss sich klarmachen, was dieser Spieler mit 18 Jahren schon erreicht hat. Mit 16 wurde er bei der EM 2024 zum jüngsten Torschützen der Turniergeschichte und gewann mit Spanien den Titel. Seither wird jeder seiner Auftritte aufmerksam verfolgt, auf dem Platz ebenso wie daneben, bis hin zu Schmuck und Gesten. Beim ersten WM-Start trug er beides zugleich, den Erwartungsdruck und, sichtbar am Hals, ein Stück Rocafonda.

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Adrian Kühnel
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