0:1 gegen Spanien, Aus im Achtelfinale, Tränen in Arlington: Cristiano Ronaldo hat sein letztes WM-Spiel bestritten – ein Rückblick auf sechs Turniere, die ihn zur größten Show des Fußballs machten, auf dem Platz und daneben.
Cristiano Ronaldo steht auf dem Rasen von Arlington, kämpft mit den Tränen, dann verschwindet er im Tunnel Richtung Katakomben. Das Gegentor in der ersten Minute der Nachspielzeit hat gerade Portugals Achtelfinale gegen Spanien beendet, 0:1. Das war Ronaldos letzter Auftritt auf der großen Bühne. „Es war meine letzte Weltmeisterschaft“, bestätigt er wenig später. Nach sechs Turnieren und 20 Jahren ist Schluss.
Ronaldos WM-Momente: vom Zwinkern 2006 bis zum Hattrick 2018
2006 in Deutschland trägt Ronaldo die 17, die 7 gehört noch Kapitän Luís Figo. Im Viertelfinale gegen England redet er nach Wayne Rooneys Tritt auf den Schiedsrichter ein, Rooney fliegt, Ronaldo zwinkert zur portugiesischen Bank. England erklärt den 21-Jährigen zum Feindbild, der Rest der Welt lernt seinen Namen.
2010 reist Ronaldo als teuerster Fußballer der Welt an, erstmals als Kapitän. Mit nur einem Tor bleibt es sportlich sein schwächstes Turnier, trotzdem wählt ihn die FIFA nach allen drei Gruppenspielen zum Spieler des Spiels. Das Aus kommt im Achtelfinale, 0:1 gegen Spanien. Wenige Monate später bringt Nike seinen ersten Signature-Schuh heraus, den Mercurial Superfly II „Safari“. Es ist der Start der erfolgreichsten Signature-Reihe der Fußballgeschichte.
2014 ist Ronaldo auf dem Höhepunkt, amtierender Weltfußballer und Champions-League-Sieger. In Nikes WM-Spot „Winner Stays“ verwandeln sich Kinder auf dem Bolzplatz in ihre Idole, der Junge, der „Ich bin Ronaldo“ ruft, schießt das Tor. Portugal scheidet trotzdem in der Gruppe aus. In Erinnerung bleibt der Blitz, den sich Ronaldo mitten im Turnier ins Haar rasieren lässt, laut damaligen Berichten eine Hommage an einen schwer kranken Jungen, dessen Behandlung er bezahlte.
2018 folgt sein größter WM-Abend, ausgerechnet gegen Spanien: Hattrick beim 3:3, inklusive Freistoß in der 88. Minute. Nach dem ersten Tor streicht er sich übers Kinn, alle lesen die Geste als GOAT-Ansage. Den Ziegenbart behält er das ganze Turnier, eine Sauna-Wette mit Ricardo Quaresma: „Er hat mir Glück gebracht.“
2022 in Katar verliert er seinen Stammplatz, nach dem Viertelfinal-Aus gegen Marokko verlässt er den Platz unter Tränen. An den Füßen trägt er einen Mercurial im Design portugiesischer Azulejo-Fliesen, seinen 31. Signature-Schuh.
WM 2026: Rekord, Gold und Nikes Abschieds-Statement
2026 folgt der Rekord: Mit seinem Doppelpack gegen Usbekistan wird Ronaldo zum ersten Spieler, der bei sechs Weltmeisterschaften trifft, mit zehn WM-Toren überholt er Eusébio als Portugals Rekordschützen. Nike vergoldet den Moment doppelt, erst mit dem Mercurial RGN, der sofort ausverkauft ist, dann mit dem Gold Scorpion, den Ronaldo eine Halbzeit lang trägt. In Nikes WM-Film „Rip the Script“ hatte er gemeinsam mit LeBron James ein Drehbuch mit dem Titel „The GOAT's Goodbye“ abgelehnt. Stunden nach dem echten Abschied setzt die Marke ihr Statement: „His Legend Lives On.“
Die Show ist vorbei. Die Marke CR7 bleibt.




















































































