Der Glow-up, über den gerade alle im Netz reden

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Neue Frisur, neuer Style, neue Routinen: Ferran Torres spielt mit Spanien um den WM-Titel und ist nebenbei zu einem der meistdiskutierten Gesichter des Turniers geworden.

Ferran Torres steht mit Spanien im Halbfinale der WM, doch das Netz beschäftigt sich gerade mit einer anderen Frage: Was ist eigentlich mit Ferran Torres passiert?

Der Glow-up des 26-Jährigen ist eines der größten Fußball-Gesprächsthemen dieses Sommers abseits des Rasens. TikTok-Editoren schneiden Vorher-Nachher-Clips im Akkord, Barbiere bekommen seinen Haarschnitt als Referenzbild gezeigt, die Clips gehen millionenfach durch die Feeds.

Die Frisur ist dabei nur der sichtbarste Teil eines längeren Wandels. Sieben Jahre liegen zwischen den Skin Fades, Textured Crops und fast kahlgeschorenen Phasen von damals und der Langhaar-Frisur von heute. Etliche Jahre lang trug Torres die klassischen Schnitte, die viele Profis tragen, aufgefallen ist er damit nie.

Auch die Garderobe hat sich gewandelt: Statt Skinny Jeans, engen Hoodies und sichtbaren Logos trägt Torres heute weite Schnitte und kaum Branding. Eine Analyse auf X hat dafür eine einfache Erklärung: Früher wollte Torres mit seiner Kleidung den Körper zeigen, heute interessiert ihn, wie ein Outfit als Ganzes wirkt. Der Autor vermutet dahinter eine ganze Generation von Profis, die es leid ist, wie Fußballer auszusehen.

Ferran Torres: Eine plastische Chirurgin ordnet den Glow-up ein

Die spanische plastische Chirurgin Carmen Ruiz hat die Transformation für El Periódico analysiert, und ihr Befund ist unspektakulärer als die Reaktionen im Netz. Der Großteil der Veränderungen sei mit der natürlichen Entwicklung eines jungen Menschen vereinbar: definiertere Gesichtszüge, mehr Muskeldefinition, besser wirkende Haut.

Dazu kämen die Disziplin eines Elite-Sportlers, Hautpflege und vermutlich professionelle Beratung bei Frisur und Rasur. All das habe die Attraktivität eines ohnehin attraktiven Menschen verstärkt. Weitergehende Schlüsse aus ein paar Bildern zu ziehen, nennt Ruiz unverantwortlich.

Ferran Torres: Intervallfasten, Training auf leeren Magen und Waffeln

Wie viel Disziplin tatsächlich dahintersteckt, hat Torres selbst schon vor der WM erzählt. Im März saß er in der spanischen Show El Hormiguero und sprach über seine Routinen: Abendessen gegen 20 Uhr, danach nichts bis 14 Uhr am Folgetag, Training auf leeren Magen. „Ich fühle mich energiereicher“, sagte er.

Sogar Teamkollege Pedri hat er vom Intervallfasten überzeugt, gegen dessen anfänglichen Widerstand. Eine Ausnahme gibt es allerdings: An Spieltagen frühstücken die beiden ausgiebig, Waffeln mit weißer Schokolade.

Sportlich läuft es für Torres bei dieser WM auch ohne eigenes Tor: Im Achtelfinale gegen Portugal bereitete er als Joker den Siegtreffer vor. Am Dienstag trifft Spanien im Halbfinale auf Frankreich, und Torres hat noch bis zu zwei Spiele, um auch auf dem Rasen für Gesprächsstoff zu sorgen.

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Adrian Kühnel
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