Ein Stirnband mit Postleitzahl, Diamantketten für die Familie und Taschen von Gucci bis Hermès: Was Lamine Yamal bei dieser WM trug und was es über ihn erzählt.
Spanien ist Weltmeister und Lamine Yamal hat mit 19 Jahren seine erste WM gespielt und gleich gewonnen. Doch wer auf diese WM 2026 zurückblickt, erinnert sich nicht nur an seine Dribblings: Kaum ein Spieler hat ein Turnier zuletzt auch optisch so geprägt wie der Teenager aus Mataró.
Die 08304: Lamine Yamals Viertel als Markenzeichen
08304 ist die Postleitzahl von Rocafonda, dem Viertel in Mataró, in dem Yamal aufgewachsen ist. Bei der WM trug er sie auf dem Stirnband, formte ihre letzten drei Ziffern nach Toren mit den Händen und ließ sich die 304 als Custom-Diamantkette anfertigen, ein Einzelstück.
Auf seinen Schuhen fanden sich zudem die Flaggen Marokkos und Äquatorialguineas, der Herkunftsländer seiner Eltern. Seine Wurzeln trägt Yamal damit sichtbarer am Körper als kaum ein anderer Star dieses Turniers.
Bescheidenheit sollte trotzdem niemand erwarten: Auf einem zweiten Stirnband stand schlicht Ego Yamal.
Zu seinen auffälligsten Schmuckstücken zählte ein Anhänger mit den Initialen M und S, die für seine Eltern Mounir und Sheila stehen sollen. Vor dem Halbfinale gegen Frankreich erschien er zur Pressekonferenz mit mehreren übereinander getragenen Diamantketten samt Armband, eine davon hatte er sich nach eigener Aussage selbst zum 19. Geburtstag geschenkt.
Von Y-3 bis Hermès: Die WM-Pieces von Lamine Yamal
Daneben zeigte Yamal, wie selbstverständlich sich ein 19-Jähriger inzwischen durch die Luxuswelt bewegt. Bei der Pokalfeier nach dem Finale trug er eine orangefarbene Shield-Brille von Y-3, der Linie von adidas und Yohji Yamamoto, bereits vor Spielbeginn fiel er mit einer Gucci Horsebit 1955 Mini Bag auf.
An anderen Turniertagen zeigte er sich mit einer grünen Hermès Mini Kelly, einer Chanel-Tote aus Tweed und Chrome-Hearts-Accessoires wie der markanten Horseshoe-Cap.
Dazu kam eine Batman-Chain, ein Custom-Stück, das laut einem Bericht mit knapp 3.400 Diamanten besetzt ist. Selbst darin steckt demnach noch ein Verweis auf Rocafonda.
So sieht Yamals Stil aus: verwurzelt in Herkunft und Familie, kombiniert mit einem unbekümmerten Umgang mit Mode, der zwischen Streetwear und Haute Couture keine Grenzen kennt.
Es ist auch ein Generationenwechsel in der Selbstdarstellung. Die Superstars vor ihm hielten ihren Stil entweder klein oder bauten Marken daraus, Yamal macht etwas Drittes: Er zeigt einfach alles, die Postleitzahl wie die Hermès-Tasche, die Eltern wie das Ego. Ob darin ein Widerspruch liegt, überlässt er dem Publikum. Er selbst sieht offenbar keinen.
Weltmeister ist er mit 19 schon. Die Stilikone ist gerade erst in der Entstehung.































































































