Nach zehn Jahren wird der DFB-Pokal neu gedacht: neue Logos, neue Farbwelt und ein Auftritt, der sich dem Ort anpasst, an dem er stattfindet. Der DFB sagt offen, warum.
Der DFB-Pokal startet mit einem neuen Erscheinungsbild in die Saison 2026/27, es ist das erste Umstyling des Wettbewerbs seit zehn Jahren. Gemeinsam mit der Agentur Strichpunkt hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) den kompletten Markenauftritt überarbeitet, von den Logos über die Farbwelt bis zur Tonalität der Kommunikation. Das erklärte Ziel: Der Auftritt soll endlich so unberechenbar wirken wie der Wettbewerb selbst.
Denn genau da setzt die auffallend selbstkritische Begründung an. „Der DFB-Pokal war nie vorhersehbar. Unsere Marke zuletzt schon“, sagt Holger Merk, Markenverantwortlicher des DFB. „Künftig zeigen wir den DFB-Pokal so, wie er wirklich ist: laut, emotional und überraschend.“
Neue Logos für den DFB-Pokal: Alle drei Trophäen werden zur Bildmarke
Sichtbarstes Element des neuen Auftritts sind die Logos: Die Pokalwettbewerbe der Frauen, Männer und Junioren erhalten jeweils eigenständige Bildmarken, die die jeweilige Trophäe realistisch abbilden. Jeder Wettbewerb bekommt damit ein eigenes Gesicht, verbunden bleiben sie über die gemeinsame Designsprache.
Interessant ist die Logik dahinter: Der neue Look passt sich dem Ort an, an dem er auftaucht. Im Stadion bleibt der DFB-Pokal beim vertrauten Grün, dort steht das Spiel im Mittelpunkt und mit ihm die Fans, die seit Jahren auf den Rängen stehen. Auf Social Media dagegen setzt der Verband künftig auf Violett als Kontrastfarbe, dort sollen Tore, Grätschen und Zweikämpfe der Pokalheldinnen und -helden lauter und expressiver inszeniert werden. Für das digitale Publikum soll es, so formuliert es der DFB selbst, „rauer, schneller, wilder“ werden.
Mit dem neuen Markenauftritt für den DFB-Pokal liegt man übrigens im Trend: Erst kürzlich präsentierten unter anderem Bundesliga-Klub Werder Bremen sowie der französische Fußballverband ebenfalls neue Visual Identitys.
Warum der DFB-Pokal jünger werden will
Hinter dem Umbau steht eine klare Zielgruppen-Strategie: Der Wettbewerb soll stärker in der digitalen Welt jüngerer Fans stattfinden, mit direkterer Ansprache und mehr Geschichten aus Stadion und Kabine. Dafür arbeitet der DFB künftig mit der Cultural-Marketingagentur MANERA zusammen.
Das Material dafür liefert der Pokal ohnehin jedes Jahr selbst: Er ist der einzige nationale Wettbewerb, der Profi- und Amateurfußball verbindet, es gibt ausschließlich K.o.-Spiele, und die größten Geschichten schreiben unter anderem Jahr für Jahr immer wieder die Außenseiter. Ob das neue Design hält, was der Wettbewerb verspricht, zeigt sich ab der ersten Runde der neuen Spielzeit.







































































































































