Neue Hausschrift, geschärftes Grün, Farbtöne mit Bremer Namen: Werder Bremen bekommt ein neues Corporate Design, entwickelt mit dem Studio Societas, das zuvor schon den Markenauftritt des VfB Stuttgart überarbeitete.
Werder Bremen hat ein neues Corporate Design vorgestellt, entwickelt gemeinsam mit dem Münchner Designstudio Societas. Eingeführt wird es schrittweise ab der Saison 2026/27, über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren, bis dahin werden alle Anwendungen des Klubs auf das neue Erscheinungsbild umgestellt, vom Weserstadion über die digitalen Kanäle bis zum Merchandise.
Der Anspruch dahinter: kein Neuanfang, sondern ein präziserer Auftritt. Die Identität des Vereins wurde nicht neu definiert, sie soll klarer und konsistenter sichtbar werden, orientiert an den Markenwerten des Klubs: beherzt, menschlich, bodenständig und plietsch.
Raute bleibt, Grün wird geschärft: Werders neue Visual Identity im Detail
Das wichtigste Element bleibt unangetastet: Die Werder-Raute war Ausgangspunkt und Maßstab des gesamten Projekts. Geschärft wurde das Werder Grün, satter, ruhiger, hanseatischer.
Dazu kommt eine erweiterte Farbwelt, deren Töne allesamt Bremer Namen tragen: Werder Weiß, Werderkern Grün, Wesernebel Grau, Weserlicht Grün für digitale Anwendungen sowie Legenden Gold, reserviert für die Momente und Menschen der Vereinsgeschichte. Eigens entwickelte Muster zitieren zudem die Speckflagge, die rot-weiß gestreifte Bremer Flagge.
Ein besonderes Detail ist die neue Hausschrift Bruckmeyer Neue. Sie wurde exklusiv für den Verein entwickelt und ist nach Günther Bruckmeyer benannt, dem Gebrauchsgrafiker, der 1924 das erste Werder-W entwarf, den gestalterischen Ursprung der heutigen Raute. Rund hundert Jahre später trägt die Serifenschrift, deren Formen von der Geometrie des W inspiriert sind, seinen Namen.
Kein Pitch, sondern Dialog: Wie Werder Bremen und Societas zusammenarbeiteten
Bemerkenswert ist auch der Weg zum Ergebnis. Nach einem Auswahlprozess mit sechs Agenturen entschied sich Werder bewusst gegen einen klassischen Kreativpitch und für einen gemeinsamen Entwicklungsprozess mit Societas.
„Werder ist ein Verein mit einer außergewöhnlich klaren Identität. Unsere Aufgabe war es nicht, diese Identität neu zu definieren, sondern ihr eine visuelle Form zu geben, die ihr gerecht wird. Das war kein Projekt über Design. Es war ein Projekt über Haltung", sagt Mirko Borsche, Mitbegründer und Creative Director des Studios.
Im deutschen Fußball ist Societas längst kein Unbekannter mehr: Das Studio entwarf Kollektionen für den FC Augsburg und den VfL Bochum, stattet ab dieser Saison den TSV 1860 München als Ausrüster aus und überarbeitete zuvor bereits den Markenauftritt des VfB Stuttgart. Werder ist damit der zweite Bundesliga-Klub, dessen Visual Identity das Studio gestaltet hat.







































































































































