Die Nike-Ära im deutschen Frauenfußball hat begonnen

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Beim Supercup rollte erstmals der neue Nike-Ball über den Rasen. Dahinter steht ein historischer Wechsel, der adidas nach Jahrzehnten ablöst.

Beim Google Pixel Supercup der Frauen zwischen dem FC Bayern und dem VfL Wolfsburg (3:0) rollte am Samstag in Ingolstadt erstmals der neue Spielball: Nike ist ab dieser Saison offizieller Ballpartner der Google Pixel Frauen-Bundesliga, der 2. Frauen-Bundesliga und des Supercups.

Die auf acht Jahre angelegte Partnerschaft zwischen Nike und dem DFB löst adidas als bisherigen Ballausrüster ab und markiert zugleich Nikes erste Partnerschaft auf Liga- und Pokalebene in Deutschland.

Nike Control: Der neue Spielball der Frauen-Bundesliga

Gespielt wird fortan mit dem Nike Control, der laut Hersteller für den modernen Fußball entwickelt wurde: Geprägte OmniSculpt-Rillen sollen für eine präzisere Flugbahn sorgen, die Vier-Panel-Konstruktion mit kürzeren, versetzten Nähten für eine größere Trefferzone und eine gleichmäßigere Ballform. Zusätzlich zum Spielball erhalten die Vereine beider Ligen Trainingsbälle.

Zum Auftakt verband Nike das Debüt mit einer Botschaft an die Basis: Auf den Bällen, die die Spielerinnen vor dem Anpfiff an die Einlaufkinder übergaben, stand „Träume groß. Fußball gehört dir.“ Die Kinder trugen zudem Shirts mit den Logos jener Amateurvereine, in denen die Spielerinnen auf dem Rasen einst ihre Karrieren begonnen hatten.

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„Die Partnerschaften ermöglichen es uns, noch enger mit den Frauen in Verbindung zu treten, die das Spiel Tag für Tag prägen, von den besten Profis bis hin zur nächsten Generation“, sagt Camilo Andrade, Vice President von Nike Football.

„Ich habe selbst gesehen, wie sehr sich Nike für den Frauenfußball engagiert, indem es uns die Plattform, die Anerkennung und die Stimme gibt, um den Sport voranzubringen“, sagte Nationalmannschafts-Kapitänin Giulia Gwinn, die wie elf weitere aktuelle Nationalspielerinnen Nike-Athletin ist, bereits zur Verkündung der Partnerschaft im Juli. Und immerhin beginne, so Gwinn, „alles mit einem Ball.“

Nike statt adidas: Die Ballpartnerschaft ist Teil des großen DFB-Deals

Überraschend kam der Wechsel nicht: Die Ballpartnerschaft ist Bestandteil des bereits 2024 beschlossenen Deals zwischen Nike und dem DFB, der ab 2027 auch die Trikots der deutschen Nationalmannschaften umfasst.

Die Trennung des Verbands von adidas nach Jahrzehnten der Zusammenarbeit hatte seinerzeit für viele Diskussionen gesorgt, nun wird der Umbruch erstmals auf dem Rasen sichtbar.

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Adrian Kühnel
Gründer und Herausgeber
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