Die EZB lässt über neue Euro-Banknoten abstimmen, zwei Designer liefern derweil ihre eigene Antwort: sechs Fußballikonen von Cristiano Ronaldo bis Kylian Mbappé. Ein Konzept, das eine größere Frage stellt.
Die Europäische Zentralbank hat unlängst zehn Entwürfe für die nächste Generation der Euro-Banknoten vorgestellt und zur öffentlichen Abstimmung freigegeben. Zur Wahl stehen die Themen „Europäische Kultur" mit Persönlichkeiten wie Beethoven, Maria Callas und Marie Curie sowie „Flüsse und Vögel" mit Naturmotiven.
Die Designer Mattia Zingale und Guglielmo Taveggia haben ihre Entscheidung dagegen längst getroffen, und sie sieht anders aus.
Ihr inoffizielles Konzept bringt sechs europäische Fußballikonen auf die Scheine: Zinédine Zidane, Francesco Totti, Kylian Mbappé, Johan Cruyff, Cristiano Ronaldo und Erling Haaland. Von 5 bis 200 Euro ist jede Note einer anderen Ikone gewidmet.
Ronaldo, Mbappé, Haaland & Co. statt Beethoven: Das Fußball-Konzept für Euro-Scheine
Die Idee der beiden Designer folgt der Logik der offiziellen Kultur-Entwürfe und ersetzt nur die Disziplin. Wo die EZB Komponisten, Wissenschaftlerinnen und Universalgelehrte würdigt, setzen Zingale und Taveggia auf Figuren, die Europas Alltagskultur seit Jahrzehnten prägen. Die Auswahl reicht von Cruyff über Zidane und Totti bis zu Ronaldo, Mbappé und Haaland.
Das Konzept wirft ganz nebenbei eine Frage auf: Gehört Fußball nicht längst zur gemeinsamen Kultur Europas? Kaum etwas verbindet den Kontinent über Sprachen und Grenzen hinweg so selbstverständlich wie dieser Sport.
Mbappé auf dem Geldschein: Die Netz-Debatte um die neuen Euro-Banknoten
Ganz aus dem Nichts kommt der Gedanke ohnehin nicht. Seit die EZB ihre Entwürfe präsentiert hat, kursieren im Netz zahlreiche alternative Motive, von ironischen Vorschlägen bis zu ernst gemeinten Wünschen. Besonders häufig taucht dabei ausgerechnet Mbappé auf. Der Weltmeister von 2018 gilt vielen als Symbol für ein vielfältiges, modernes Europa.
Realistisch sind die Chancen der Fußball-Scheine freilich nicht: Bis zum 21. September 2026 können die Menschen in Europa über die zehn offiziellen Entwürfe abstimmen, die endgültige Entscheidung trifft der EZB-Rat gegen Ende des Jahres. Bis dahin bleibt das Konzept von Zingale und Taveggia, was es ist: Ein Gedankenspiel, das man sich im Portemonnaie ziemlich gut vorstellen kann.








































































































































