Jackson Irvine verlässt den FC St. Pauli und wechselt zu Cerezo Osaka. Warum es für ihn kaum ein besseres Ziel als Japan gibt.
Als Jackson Irvine vor ein paar Wochen Urlaubsfotos aus Japan postete, darunter welche aus Osaka, sah das nach Sommerpause aus. Inzwischen kann das als Ortsbesichtigung seiner neuen Heimat gedeutet werden. Der langjährige Kapitän des FC St. Pauli wechselt nach fünf Jahren am Millerntor zu Cerezo Osaka in die japanische J.League.
Warum Jackson Irvine und Japan zusammenpassen
Die Urlaubsfotos waren nur das jüngste Indiz. Wer Irvine auf Instagram folgt, kennt seine Japan-Liebe schon länger: Bereits zuvor tauchten in seinem Feed immer wieder Japan-Trikots auf.
Entsprechend begeistert klingen seine Worte zum Wechsel. Japan sei „the hottest football nation in the world“, sagt Irvine in der Mitteilung seines neuen Klubs, er freue sich auf eine neue Kultur und eine neue Art zu leben. Der Wechselwunsch kam von ihm selbst: Nach seiner Rückkehr von der WM bat er St. Pauli, den Transfer nach Japan möglich zu machen. Der Klub gab ihn nach eigenen Angaben erst nach intensiven Gesprächen frei.
Bei Cerezo trägt Irvine künftig die 36, seine Nummer aus Zeiten bei Celtic, Ross County, Burton Albion, Hull City und Hibernian. In Osaka geht für ihn etwas weiter, das lange vor diesem Sommer begonnen hat.
Fünf Jahre St. Pauli: Kapitän, Aufstieg, Haltung
Irvine kam 2021 ans Millerntor und wurde dort schnell zur Identifikationsfigur. Ab 2022 trug er die Kapitänsbinde, 2024 führte er St. Pauli zurück in die Bundesliga. Am Ende stehen 153 Pflichtspiele, 15 Tore und 21 Vorlagen in seiner Bilanz. Bei der WM 2026 bestritt er alle vier Spiele Australiens und erreichte mit den Socceroos das Sechzehntelfinale.
Zum Publikumsliebling machte ihn aber vor allem das, was neben dem Platz passierte: Tattoos, Vintage-Shirts und eine klare Haltung, ob für LGBTQ-Rechte oder gegen Diskriminierung. Im deutschen Fußball war er damit eine eigene Erscheinung, wie gemacht für einen Klub wie St. Pauli.
Jetzt zieht dieser Typ Fußballer weiter, in ein Land, dessen Fußball- und Popkultur er längst liebt. Die Urlaubsfotos aus Osaka jedenfalls haben rückblickend eine neue Bildunterschrift verdient: Erste Aufnahmen aus dem neuen Zuhause.








































































































































