Was wird Jürgen Klopp künftig als Bundestrainer an der Seitenlinie tragen? Der neue DFB-Coach gibt einen dezenten Hinweis. Unsere Bildstrecke zeigt Klopps Stil-Transformation über seine bisherige Karriere.
Kaderfragen, Ziele, der übliche Fahrplan einer Trainer-Vorstellung. Dann will ein Journalist in Frankfurt wissen: Steht der neue Bundestrainer künftig im Trainingsanzug oder im Anzug an der Linie? Klopp grinst. „Mit Krawatte auf keinen Fall.“ Er habe in den letzten Jahren Gelegenheit gehabt, sich neu einzukleiden, sagt er bei seiner Vorstellung dann noch, und das passe besser zur neuen Aufgabe als sein Stil davor.
Sich neu einkleiden. Aus Klopps Mund ist das ein neuer Ton. Das war mal der Mann, der dem Guardian sinngemäß erklärte, er habe schlicht nie darüber nachgedacht, wie er aussieht. Unsere Bildstrecke zeigt, was zwischen diesen beiden Sätzen liegt.
Vom Mainzer Spieler zum Aufstiegstrainer: Jürgen Klopps frühe Jahre
2002, ein Fotoshooting in Mainz. Klopp trägt Lederjacke, Karohemd und eine ovale Brille. Kurz davor war er noch Spieler, dann machte ihn Mainz 05 quasi über Nacht zum Cheftrainer, auch davon gibt es ein Bild in dieser Strecke.
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Im Mai 2004 hat dieser Trainer Mainz zum ersten Mal in die Bundesliga geführt. Auf dem Foto von der Aufstiegsfeier hängt ihm eine Zigarre im Mundwinkel. So sah einer aus, der andere Sorgen hatte als Klamotten.
Pöhler-Cap und Champions-League-Anzug: Jürgen Klopps Dortmunder Jahre
In Dortmund tauchten dann Dinge auf, die man mit Klopp verbinden sollte: ein grauer Stone-Island-Rollkragen beim Team-Fotoshooting, die Pöhler-Cap, benannt nach dem Ruhrpott-Wort für Straßenfußballer, die Ray-Ban Clubmaster.
Mit der Zeit kam ein Kontrast dazu: Für Champions-League-Abende tauschte Klopp die Trainingskleidung immer öfter gegen den Anzug. Der Pöhler von der Seitenlinie konnte also auch anders.
Cap, Bart und Brille: Jürgen Klopps Liverpool-Jahre
Zur Vorstellung in Liverpool 2015 erschien Klopp im Sakko. In den Jahren darauf prägten Oakley-Brillen und ein immer grauerer Bart sein Gesicht, die Cap trug er mal, mal nicht. Briten schrieben irgendwann vom „Silver Fox“. Bei der Meisterfeier präsentierte er sich von seiner besonders lässigen Seite: Cap mit dem Schild nach hinten auf dem Kopf, Brille im Gesicht, dazu ein strahlend weißes Lächeln.
Das Lächeln hat übrigens eine eigene Geschichte: Seit Ende 2017 zeigt sich Klopp mit auffallend makellosen Zähnen, Experten vermuten dahinter Veneers oder Kronen, bestätigt hat er selbst das nie. 2021 ließ er zudem die Augen behandeln, ein kleiner Eingriff, wie er betonte, kein Lasern. Die Brille brauchte er danach kaum noch.
Der neue Klopp: Vom Formel-1-Paddock zur DFB-Vorstellung
Was danach kam, zeigen die letzten Bilder. Beim Formel-1-Besuch in Spielberg: komplett Schwarz mit Sonnenbrille und Red-Bull-Cap seines damaligen Arbeitgebers. Als WM-Experte in diesem Sommer: mal helle Jacke, mal schwarzes Sakko, alles eine Nummer ruhiger als früher. Bei der DFB-Vorstellung setzte er diesen simplen Look mit schwarzer Hose und schwarzem T-Shirt fort.
Was er künftig als Bundestrainer von Deutschland an der Seitenlinie tragen wird, hat Klopp offengelassen. Sicher ist nur, was nicht: eine Krawatte.







































































































































