Werder feiert 100 Jahre Weserstadion mit einem JubiläumstrikotWerder feiert 100 Jahre Weserstadion mit einem Jubiläumstrikot

Werder feiert 100 Jahre Weserstadion mit einem Jubiläumstrikot

Werder

Wenn die Heimat ein Jahrhundert alt wird, lässt Werder Bremen das Grün fast komplett weg. Zusammen mit dem dänischen Ausrüster hummel präsentieren die Hanseaten zum 100. Geburtstag des Weserstadions ein Jubiläumstrikot ganz in Weiß – dessen Details sich erst auf den zweiten Blick zeigen.

Am 17. Oktober 2026 feiert das Weserstadion seinen 100. Geburtstag. Zum Jubiläum wagt Werder Bremen ein Experiment: Der Verein verzichtet ausgerechnet auf das identitätsstiftende Grün.

Gemeinsam mit hummel hat der Verein ein Trikot entwickelt, das erstmals komplett in Weiß gehalten ist. Das hummel-Logo, die markanten Winkel auf den Schultern, das Sponsorenlogo und die SVW-Stickerei am Kragen: Alles verweigert den farblichen Kontrast und bleibt Weiß auf Weiß.

Einzig die Abschlüsse an Kragen und Ärmeln setzen feine Linien in Werder-Grün. Auch das Wappen reist in die Zeit der Stadioneröffnung zurück: Auf der Brust sitzt die Werder-Raute von 1924 bis 1929 – ergänzt um den Meisterstern von heute.

Eingeprägte Wellen und der Sound der Kurve

Die eigentliche Inszenierung zeigt sich erst beim genauen Hinsehen und beim Blick in den Nacken. In den weißen Stoff ist ein tonales, geometrisches Wellenmuster eingeprägt. Es erinnert an jenen Flussbogen, an dem das Stadion seit einem Jahrhundert steht.

Im Nacken findet sich eine historische Darstellung des Stadions, kombiniert mit den Schriftzügen „Weserstadion 1926–2026“ und „Wo die Weser einen großen Bogen macht“. Auf dem Rücken leuchtet unter dem Kragen in Grün „100 Jahre Weserstadion“, während ein seitliches Label mit der Jahreszahl „1926“ an das Eröffnungsjahr erinnert.

Werder feiert 100 Jahre Weserstadion mit einem Jubiläumstrikot.
Werder feiert 100 Jahre Weserstadion mit einem Jubiläumstrikot. © Werder

„Jedes Element, vom Wellenmuster im Stoff bis zur historischen Darstellung im Nackenbereich, wurde ganz bewusst gewählt“, sagt hummel-CEO Lars Stentebjerg.

Wer regelmäßig im Weserstadion steht, kennt die Zeile im Nacken: „Wo die Weser einen großen Bogen macht“ läuft dort in der Halbzeitpause. Ursprünglich stammt sie allerdings aus dem Weserbogenlied – einem Heimatlied aus Ostwestfalen-Lippe über den großen Weserbogen südlich von Porta Westfalica. Das Duo Klaus & Klaus dichtete das Lied später für Werder um. Nach Bremen passt die Zeile trotzdem: Auch am Osterdeich macht die Weser einen großen Bogen – und genau dort steht das Stadion.

Von der Holztribüne zur Bundesliga-Bühne

Die Geschichte des Ortes begann freilich lange vor 1926. Schon 1909 baute der Allgemeine Bremer Turn- und Sportverein (ABTS) hier einen Sportplatz mit Holztribüne. Mit dem Neubau 1926 folgten die erste große Tribüne, Umkleidekabinen und ein Restaurant – damals noch unter dem Namen „ABTS-Kampfbahn“.

1929 wurde die Anlage in „Weser-Stadion“ umbenannt. Ab 1930 trug Werder dort regelmäßig Spiele aus, ehe das Stadion 1934 zur alleinigen Heimspielstätte des Vereins wurde. Für Klaus Filbry, Vorsitzender der Geschäftsführung, ist das Weserstadion „weit mehr als unsere Heimspielstätte. Es ist ein Ort voller Emotionen, gemeinsamer Erinnerungen und großer Geschichten“.

Premiere beim Legendenspiel, ein einziger Bundesliga-Einsatz

Auf dem Rasen ist das Trikot erstmals am 26. September zu sehen: Dann laufen die Werder-Legenden im Weserstadion gegen die Legenden von Real Madrid auf. Die aktuellen Bundesliga-Profis dürfen es dagegen nur ein einziges Mal überstreifen – am 17. Oktober, dem 100. Geburtstag des Stadions, im Heimspiel gegen den SC Paderborn.

Der Verkauf läuft bereits: Das Trikot ist im Werder-Onlineshop erhältlich.

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Adrian Kühnel
Gründer und Herausgeber
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