Kylian Mbappé verlässt Nike für On und wird am Unternehmen beteiligt. Jetzt kommt heraus: Schon rund zehn Jahre zuvor wollte New Balance Cristiano Ronaldo mit einer ähnlichen Idee von Nike weglocken.
Kylian Mbappés Wechsel von Nike zu On ist einer der meistdiskutierten Ausrüsterwechsel im Fußball der vergangenen Jahre. Nach fast zwei Jahrzehnten mit Nike wird der Franzose zum Gesicht des Fußball-Einstiegs der Schweizer Marke.
Dabei geht es um mehr als einen klassischen Ausrüstervertrag. Der Deal umfasst nach Angaben von On neben einer finanziellen Vergütung auch eine Beteiligung am Unternehmen.
New Balance verhandelte mit Cristiano Ronaldo
Eine ähnliche Idee hatte New Balance schon rund zehn Jahre zuvor – mit Cristiano Ronaldo. Dies hat Ben Haworth, von 2011 bis 2017 Global Head of Sports Marketing im Fußballgeschäft von New Balance, nun gegenüber The Athletic bestätigt.
„Ich war für New Balance an Verhandlungen mit Cristiano Ronaldo beteiligt“, erinnert sich Haworth. Ronaldo habe damals über einen Abschied von Nike nachgedacht. Wann genau die Gespräche stattfanden, sagt Haworth nicht. Er ordnet sie lediglich rund zehn Jahre zurück ein.
Zu einem Wechsel kam es nicht. Ronaldo verlängerte 2016 stattdessen seinen langjährigen Vertrag mit Nike.
Ronaldo sollte am Fußballgeschäft beteiligt werden
Bemerkenswert war vor allem das Angebot, das New Balance für Ronaldo plante. Der Portugiese sollte am Geschäft der Marke beteiligt werden.
„Wir wollten ihm einen prozentualen Anteil an unserem gesamten Fußballgeschäft anbieten“, sagt Haworth gegenüber The Athletic.
Wie diese Beteiligung konkret ausgestaltet worden wäre und wie weit die Verhandlungen mit Ronaldo fortgeschritten waren, geht aus Haworths Aussagen nicht hervor.
Was der Ronaldo-Deal mit Mbappé und On verbindet
Haworth erzählt die Geschichte im Zusammenhang mit Mbappés Wechsel von Nike zu On. Während New Balance Ronaldo einen prozentualen Anteil an seinem Fußballgeschäft anbieten wollte, umfasst Mbappés Vertrag mit On eine Equity-Komponente. Wie groß Mbappés Beteiligung am Unternehmen ist, wurde nicht bekannt gegeben.
Beide Fälle verbindet damit eine ähnliche Idee: Einen der größten Fußballer der Welt nicht allein mit klassischen Sponsoringzahlungen für eine Marke zu gewinnen, sondern ihn auch wirtschaftlich an deren Erfolg zu beteiligen.
Bei Ronaldo blieb es bei den Verhandlungen. Mit Mbappé hat On diese Idee nun in einem anderen Modell umgesetzt.




































